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Patrick Peter: Zukunftsgestalter und Gründer von Circunomics

© privat

Patrick Peter gründete während seines MBA Studiums Circunomics – ein Start-up das mittels künstlicher Intelligenz die Nachhaltigkeit von Batterien aus E-Fahrzeugen analysiert. Der leidenschaftliche Gründer und Vater erzählt uns in unserem Interview, was Zukunft gestalten und unternehmerisches Handeln für ihn bedeuten.

Lieber Patrick, könntest Du Dich und Dein Start-up vorstellen?
Ja klar, gerne. Ich habe mit meinem MBA im September 2016 begonnen. Abgeschlossen habe ich ihn im Dezember 2018. Genau in diese Zeit fiel auch der Gründungsprozess von Circunomics. Die Idee hatten wir im Januar 2018, nachdem wir ein Beratungsprojekt in der Automobilbranche durchgeführt hatten. Wir haben erkannt, dass Batterien im Zuge der Energiewende die wichtigste Komponente sind. Batterien enthalten seltene Rohstoffe und sind auch nach einem ersten Einsatz im Fahrzeug zum Beispiel noch in Energiespeichern nutzbar. Damit dieser alternative „zirkuläre“ Lebenszyklus gelingt, haben wir eine Software gebaut, die IoT-Daten mittels Künstlicher Intelligenz auswertet, und dann genau bestimmen kann, wofür sich Batterien nach dem ersten Leben im E-Auto eignen, was die Rohstoffe darin wert sind, u.a. Diese Technologie konnten wir dann mit einem EU-Förderprogramm in unser eigenständiges Unternehmen Circunomics ausgründen. Im Gründungsprozess haben wir erfolgreich an verschiedenen Accelerator-Programmen teilgenommen, u.a. sind wir unter die letzten fünf von über 25.000 Bewerbern gekommen bei Google & SAP Circular Economy 2030 in San Francisco. Das Ganze war eine Zeit des fließenden Übergangs, voller spannender Ereignisse und neuer Erfahrungen. Wir haben Prototypen gebaut, Investoren gesucht, Businesspläne geschrieben, Netzwerke aufgebaut und und und. (lacht) Und ich bin Vater geworden, genau in dieser Zeit. Ich erinnere mich noch ganz genau wie ich am Tag der Geburt auf meinen Karteikarten für die Klausur Innovationsmanagement gelernt habe.

Was bedeutet Zukunft gestalten für Dich?
Kurz zusammengefasst: Ich wollte immer gestalten und nie verwalten. Für mich ist es von sehr hoher Wichtigkeit gestaltend tätig zu sein. Das bedeutet kreativ zu arbeiten, Innovationen zu entwickeln, weiter zu kommen – nicht stehen zu bleiben. Die Zukunft in die Hand zu nehmen war keine Entscheidung für mich, sondern viel mehr so etwas wie eine Art der Berufung: Ich hatte immer den Drang, Dinge zu entwickeln. Um Gründer zu sein, muss man Schöpfer sein und man muss eine hohe Problemlösungskompetenz besitzen gepaart mit Durchhaltevermögen und dem nötigen Quäntchen an Optimismus. Man muss eine Vision haben und eine langfristige motivierende Planung und dabei gleichzeitig ultra-flexibel bleiben. Zukunft gestalten bedeutet für mich auch, offen für verschiedene Wege sein; und ganz wichtig immer die Balance zwischen Planung und Flexibilität halten zu können.

Inwiefern hat der MBA Dich auf Deine Zukunft vorbereitet?
Für mich war im Studium die Theorie enorm wichtig, denn die Praxis kannte ich ja bereits aus meinem vorherigen Berufsleben. Es war super zu sehen, dass sich die Theorie wiederfindet und in das große Ganze eingebettet ist. Das Modul Entrepreneurial Business Plannung bei Prof. Weißbach hat mich zum Beispiel enorm inspiriert – er war mein Mentor zu dieser Zeit. Es ist ein beruhigendes Gefühl, Wissen im Hinterkopf zu haben; im Gründungsprozess kommt so viel Unbekanntes und Neues auf einen zu, die Kenntnisse zu haben, auf die man sich verlassen und zurückgreifen kann.
Die Zeit des Studiums war für mich eine charakterfördernde Zeit: Neben den ganzen Facts hatte ich auch Chancen, mir den notwendigen Freiraum zu schaffen und eigene Schwerpunkte zu setzen. Ich wollte mir alle Chancen offen halten auch für eine spätere Promotion. Bei der Entscheidungsfindung rund um mein Vorhaben der Promotion wurde ich von Prof. Siemon motiviert und unterstützt.

Was wünschst Du Dir für die Zukunft?
Das Thema von Circunomics hat enorme gesellschaftliche Relevanz: Nachhaltigkeit, Recycling, Kreislaufwirtschaft und neue Formen der Mobilität sind wichtige Themen der Gegenwart. Wir von Circunomics denken Nachhaltigkeit funktioniert nur, wenn wir Kreislaufwirtschaft konsequent anwenden. Das heißt, dass z.B. jede industrielle Batterie ein zweites Leben bekommt, also entweder recycelt wird oder – besser noch – ein zweites Leben erhält vor dem Recycling. Gerade im Boom der Elektromobilität und der damit verbundenen Nachfrage nach Batterien sollten diese so lange wie möglich erhalten werden – wir müssen einen Kreislauf des Erhaltens etablieren, um wirkliche Nachhaltigkeit zu fördern. Ich wünsche mir, dass wir hier als Gesellschaft weiterkommen, denn dies wird letztlich entscheidend sein, ob die Energiewende erfolgreich sein wird oder nicht. Auf der Unternehmensebene wünsche ich mir natürlich, dass Circunomics erfolgreich sein wird, denn das sind wir unseren Mitarbeiter/-innen einfach schuldig. Erfolgreich zu sein bedeutet für mich aber nicht nur, hohe Profite zu erzielen, sondern auch unser Thema der Nachhaltigkeit weiter zu bringen. Persönlich wünsche ich mir mittel- bis langfristig die Perspektive nach meiner Unternehmenszeit eine Professur zu übernehmen. Ich möchte mein gewonnenes Wissen und meine Erfahrung mit der nächsten Generation teilen und dabei mitwirken, die Social Entrepreneurs der Zukunft auszubilden.


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