Kunst als soziale Praxis ist ein interdisziplinäres Weiterbildungsprogramm für Künstler:innen aller Disziplinen, die ihre Arbeit in sozialen, öffentlichen oder politischen Kontexten verorten oder weiterentwickeln möchten.
Das Programm richtet sich an Künstler:innen, die mit Gruppen, Nachbarschaften, Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern, Initiativen oder anderen gesellschaftlichen Akteur:innen arbeiten oder sich künftig stärker mit sozialen Feldern beschäftigen wollen.
Im Zentrum stehen künstlerische Arbeitsweisen, die in gesellschaftlichen Kontexten wirksam werden – etwa in kollaborativen Projekten, partizipativen Formaten im öffentlichen Raum, künstlerischen Interventionen in sozialen Einrichtungen oder langfristigen Kooperationen mit lokalen Communities.
Das Programm verbindet in fünf mehrtägigen Modulen künstlerische Praxis, Reflexion und kollektives Lernen. Es bietet Raum, die eigene Arbeitsweise zu schärfen, neue Formate zu erproben und sich mit Kolleg:innen zu vernetzen.
Inhaltlich ist die Kohorte eng mit den künstlerisch-wissenschaftlichen Forschungsschwerpunkten 1. Materializing the Political, 2. Inventing Learning und 3. Shaping Social Conditions verbunden. Das künstlerische Leitungsteam arbeitet parallel zu diesen Fragen an der Schnittstelle von Kunst und Sozialem.
Das Programm:
Die Teilnahme setzt die verbindliche Zusage für alle Module voraus.
Initiiert und gefördert durch die Crespo Foundation wird Kunst als soziale Praxis II an der Frankfurt University of Applied Sciences in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Weiterbildung und Personalentwicklung (WAkE), der Hessischen Theaterakademie und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt angeboten.
Das Programm besteht aus fünf Modulen sowie ergänzenden Formaten:
Modul 1: Listening
Gemeinsames Ankommen, Wahrnehmen, Verorten. Arbeit an Aufmerksamkeit, Kontext und Beziehungsaufbau.
Modul 2: Materializing the Political
Künstlerische Praxis als konkrete Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Situationen, Imaginationen und Teilhabe.
Modul 3: Inventing Learning
Lernen als gemeinsame Praxis. Entwicklung von Formaten, in denen Wissen im Tun entsteht, um mit Ungewissheit in den Lernzielen und fehlenden Zukunftsperspektiven umzugehen.
Modul 4: Shaping Social Conditions
Interaktion und Intervention von und mit künstlerischen Projekten im Sozialen Feld mit Blick auf Gelingensbedingungen und Problemstellungen sowie deren langfristiger Einbettung in Netzwerke, Institutionen, lokale Strukturen.
Modul 5: Taking Root
Reflexion, Sichtbarmachung im Netzwerk und Weiterentwicklung der eigenen Praxis.
Unterstützungsformate - Supporting You
Monatliche Beratung
Sprechstunde mit der Programmleitung und den künstlerischen Forschungsstellen,
Individuelle Unterstützung für Projekte, berufspraktische Fragen und inhaltliche Entwicklung.
Taking Root – Alumni-Treffen
Jährliches Treffen der aktuellen Kohorte und der Alumni für Austausch, gemeinsames Arbeiten und Netzwerkbildung.
Was das Programm bietet
Zugänglichkeit und Vereinbarkeit
Wir möchten die Teilnahme am Programm möglichst zugänglich gestalten. Bitte teilen Sie uns Bedarfe bereits bei der Bewerbung mit.
Dazu können gehören:
Wir bemühen uns, im Rahmen der Möglichkeiten gute Lösungen zu finden.
Bewerbung
Bitte senden Sie uns Ihre Bewerbungsunterlagen in einer PDF-Datei (max. 10 MB):
Auswahlkriterien
Bei der Auswahl achten wir insbesondere auf:
Zeitplan
Alle Module finden von Mittwoch bis Sonntag statt.
Listening: 18.11.-22.11.2026
Materializing the Political: 06.01.-10.01.2027
Inventing Learning: 10.02.-14.02.2027
Shaping Social Conditions: 31.03.-03.04.2027
Taking Root: 02.06.-06.06.2027